Meine Kindheit verbrachte ich an einem See . Er war meist zu kalt aber das machte nichts , wir gingen trotzdem baden. Es gab noch keine Schwimmärmel nur schwarze Gummireifen mit denen man aussah wie ein Michelinmännchen. Mein Hund kannte keine Leine , ein alter wackeliger Holztisch stand unter einem lila blühenden Fliederbaum . Es gab Brombeeren vom Strauch und ein Dach auf das man klettern konnte , um den Besuch möglichst als erste zu sehen.
Kindheitserinnerungen , hier auf meinem Berg mit Blick über Locarno und Ascona . Hinter mir der Berg der Wahrheit und vor mir das glitzernde Blau des Sees. Die hohen Berge umarmen schützend , aber lassen oft schnell die eigenen Grenzen spüren . Sie sind stolz und steinig und selten gerade . Entweder geht es hoch hinaus oder steil bergab.
Mein Lehrer meinte mal : Wenn dich die Dinge nicht mehr überraschen , dann ändere die Sichtweise . Mein KAMERAd und ich schauen hier niemals weg...
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